Für Diversität und Gleichberechtigung in der Musikindustrie


Der durchschnittliche Geschlechter-Anteil in der Musikbranche ist 80% männlich und 20% weiblich.
Diese Zahl steht nicht nur für das Diversitätsproblem, sondern auch für die nichtexistierende Gleichbehandlung gegenüber Frauen und damit verbunden, weniger Förderung für diese in der Musikwelt.

 

Genau das will musequality jetzt ändern.

 

"In der derzeitigen Musikbranche ist es extrem schwierig ein ausgeglichenes Line-Up zu buchen, weil die weiblichen Headliner fehlen. Wir brauchen einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem die ganze Branche daran arbeitet, nachhaltig Künstlerinnen von Grund auf aufzubauen und eine Plattform zu geben, um gehört zu werden. Wir wollen den Status Quo jetzt mit gezielten Aktionen verändern.", so Julia Gudzent von Melt! Booking.

 

Hinter musequality steht die Kreativagentur goalgirls und ein großes Netzwerk der Musikindustrie, bestehend aus Melt! Booking, Irrsinn Management, Landstreicher Booking, C/O Magick und weiteren Leitfiguren.

musequality Team (c) Junala
musequality Team (c) Junala

 

Dieses Team hat sich zum Ziel gesetzt, engagierte Gruppen und Personen aus allen Ecken des Musikbusiness zu vereinen, um das Diversitätsproblem anzugehen und ein Netzwerk aufzubauen, das Künstlerinnen langfristig fördert und begleitet.

 

Wir haben nicht alle Antworten und Lösungen für das Diversitätsproblem, aber wir wollen gemeinsam die strukturellen Probleme identifizieren, dafür sensibilisieren und an Lösungen arbeiten. Musik erreicht so viele Menschen. Sie steht im direkten Einfluss auf Kultur und Gesellschaft - daher sollte sie auch repräsentativ für diese sein. In all ihrer Vielfältigkeit.“, so Kaddie Rothe, CEO von goalgirls zur Grundidee von musequality. 

 

 

Pünktlich zum Weltfrauentag startete die Initiative von musequality zur Förderung weiblicher Künstlerinnen und Bands: ein Call for Talent via Social Media.

 

Die Voraussetzungen sind wie folgt:


Alle Künstlerinnen oder Bands


- müssen mindestens 51% weiblichen Anteil haben,
- dürfen noch nicht ausschließlich von ihren Einkünften ihrer künstlerischen Tätigkeit leben können
- und müssen Minimum 10 eigene Songs haben, bzw. ein 30-minütiges Set mit Original Songs füllen können.

 

Bewerben könnt ihr euch hier.

 

Wenn die Bewerbungsphase abgeschlossen ist, wird eine Shortlist von Künstlerinnen erstellt, aus denen die Köpfe hinter musequality dann die Talente auswählen, die am weiteren Verlauf der Förderung teilnehmen.
Diese erwartet dann die Möglichkeit, auf großen Festivals zu spielen, wie zum Beispiel dem Melt, Splash!, Lollapalooza oder dem Puls Open Air. Ebenso haben sie auch die Chance, im Vorprogramm von AnnenMayKantereit zu spielen. Die Band um Henning May ist ein offizieller Supporter von musequality.

 

„Es geht nicht um den Wettbewerb. Klares Ziel ist, Künstlerinnen nachhaltig beim Aufbau ihrer eigenen Strukturen zu unterstützen. Nur so trägt sich die Entwicklung einer professionellen Karriere langfristig. Das Team ist bereit, sein eigenes Netzwerk und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um dieses Ziel zu erreichen. Jede*r kann etwas beisteuern, wir freuen uns über jede*n Supporter*in.“ So Feline Moje, musequality Spokesperson über die Initiative.

 

Aber nicht nur im Live-Bereich werden die Künstlerinnen unterstützt, auch mit weiteren Coachings, und Hilfe bei Veröffentlichungen auf Streamingplattformen, sowie bei Vertragsabschlüssen mit Management und Labels steht das Team hinter den Frauen.

 

Das gesamte Projekt  wird durch einen V-log dokumentiert und wird auf dem Channel von Musequality zu verfolgen sein.
Unterstützt wird das Projekt auch von YouTube.

 


(c) Leonie Kupferschmidt, März 2020