Las Vegas Glamour im Wizemann


Bei dieser Band denkt man schnell, sie hätte sich aus dem Gedanken gegründet, dass eine Band, nur mit Minderheiten besetzt, provoziert und schnell erfolgreich wird. Blond sind nämlich zwei Blondinen und ein Blinder, an der Front eine der Frauen – so eine Besetzung gibt es bestimmt kein zweites Mal!

Erfolgreich sind sie tatsächlich, aber das hat einen anderen Grund. Möglicherweise spielt es auch eine Rolle, dass die Frauen die jüngeren Schwestern der Kraftklub Brüder sind, der Hauptfaktor ist allerdings, dass das Trio einfach ziemlich gute Musik macht.

 

Blond wollen mit ihrer Musik ein Statement setzen, und zwar, dass es okay ist, wenn man nicht immer top gestylt ist und auch mal Mut zur Hässlichkeit zeigen kann. Eine musikalische Gegenbewegung zum heutigen Streben nach Perfektion.

Allerdings bedeutet das nicht, dass die drei etwas gegen Selbstdarstellung haben, das machen sie nämlich viel und gerne - mit Ausdruckstanz und Spinat zwischen den Zähnen.

 

 

„Ich hab eine gute Zeit und genau dann kicken meine Tage rein.“

 

 

Auf ihrem Debütalbum „Martini Sprite“, das am 31. Januar erschien, handeln die Songs von der Periode, die zum völlig falschen Zeitpunkt kommt, Online-Dating, Sexismus und über die Romantisierung vom Tourleben.

Eine Band, die sagt was sie denkt und die Realität ganz genauso darstellt wie sie ist, ohne irgendwelche Verharmlosungen anzubringen.

 

Die Masse würde wohl behaupten, dass es sich bei Blond um eine Indie-Band handelt, in eine Genre Schublade wollen sie sich aber lieber nicht stecken lassen und sich somit die Freiheit behalten, auch mal in eine ganz andere Musikrichtung zu gehen. Schlagzeugerin Lotta rappt zum Beispiel gerne.

 

 

Nach zwei EPs und erfolgreichen Support-, sowie Festival-Shows, gehen die drei mit ihrem Debütalbum (31.1.20) ab Februar auf deutschlandweite Club Tour.

Am 26. Februar beglücken sie das Stuttgarter Publikum im Wizemann!

 

(c) Anja Jurleit
(c) Anja Jurleit

(c) Leonie Kupferschmidt, Februar 2020