Betterov


Sonderlich viel weiß man noch nicht über den Wahl-Berliner Manuel Bittorf, der unter dem Alias Betterov seit Ende 2019 drei Singles veröffentlicht hat. Trotzdem reicht es aus, dass wir jetzt schon große Fans und uns ziemlich sicher sind, dass 2020 viel von dem Newcomer zu erwarten ist.

Aufgewachsen in einem Dorf, das auch häufig Thema seiner Songs ist, hat er früh gemerkt, dass sich kreativ ausleben und entfalten dort nicht möglich ist und außer Fußball nicht wirklich viel geht.
So zog es ihn für sein Schauspielstudium nach Berlin, was gleichzeitig auch der Beginn seiner musikalischen Karriere war. Das Zusammenspiel von Text und Inszenierung auf einer Bühne und das Theater an sich, das einen so großen kreativen Raum bildet, faszinierte ihn, machte ihm aber auch klar, dass für die Schauspielerei die restlichen 10% Leidenschaft fehlten. Das führte dazu, dass er sich schließlich voll und ganz für die Musik entschied. Zum Glück für uns.

 

Dann ging alles relativ schnell - nach einigen Auftritten in den Berliner Clubs und Kneipen, lernte er über den Bandpool, dem Förderprogramm der Popakademie Mannheim, den Produzenten Tim Tautorat (u. A. Faber, Annenmaykantereit) kennen und releaste in Zusammenarbeit mit diesem seine erste Single „Dynamit“ im November 2019.

 

Zwischen den temporeichen Indie-Rock und Post-Punk Klängen, die eine Ohrwurm und Gute Laune Garantie mit sich bringen, erzählt Betterov von zwei Teenagern, die sich übers Wochenende im sturmfreien Haus der Eltern verschanzen und etwas erleben wollen. Trotz aller Anstrengungen wird es einfach nur Montag.

 

 

 

 

Im Januar und Februar 2020 erschienen mit „Angst“ und „Irrenanstalt“ Single Nummer zwei und drei des 26-Jährigen. Die Texte von Betterov handeln von Alltagsbegegnungen, vom Leben auf dem Land, wie es ist, wenn alle wegziehen und über den eigenen Sprung in die Großstadt.
Von der Vielzahl an Möglichkeiten und den damit einhergehenden Ängsten der heutigen Generation, die so weit führen, dass man sich nicht mal mehr aus dem Haus traut und sich komplett isoliert.

 

Sicher hat auch die Zeit im Theater dazu beigetragen, dass der Singer- und Songwriter ein so gutes Textverständnis hat und weiß, wie man eine Welt voller Emotionen in einen einzigen Satz verpackt.  viel Gefühl in seine Texte bringen und diese zum Leben erwecken kann. Der tanzbare Sound, der dazu kommt, sorgt für Erfolgsgarantie.

 

Am 20. März erscheint seine Debüt EP „Viertel vor Irgendwas“.

 

 

(c) Massimiliano Corteselli
(c) Massimiliano Corteselli

(c) Leonie Kupferschmidt, Februar 2020                                                                                                                                     Bild im Header: Massimiliano Corteselli